Der Bison

Es gab einmal Zeiten, da durchstreiften Bisons zu Zehntausenden in Herden die Prärien Amerikas. Herden, die so groß waren, dass man die Tiere kaum zählen konnte. Bisons galten als die wichtigsten Wildtiere Nordamerika. Sie bedeuteten Reichtum und bildeten die wesentliche Lebensgrundlage der Indianer, da sie ihnen Nahrung, Kleidung, Obdach schenkten und ihre Kultur prägten. Am Ende des 19. Jahrhunderts jedoch stand der Bison kurz vor der Ausrottung. Dank der Bemühungen von Tierschützern und Rangern hat aber die Zahl der Bisons seither wieder stetig zugenommen. Heute gibt es eine Vielzahl schöner Herden in aller Welt. In Deutschland befindet sich die größte Herde hier in Sickenhausen!

Bisonzucht und -haltung

Wir - die Familie Wiesheu -betreiben die größte private Bisonhaltung in Deutschland. Die ersten Zuchttiere importierten wir 1995 aus Kanada. Die ersten Jungtiere kamen 1999 auf die Welt. In ganz Europa gibt es unterschiedlich große Bisonherden, die Anzahl der Bisonzüchter wird auf 25 geschätzt. Die größte Bisonherde befindet sich in Belgien mit einen Bestand von etwa 450 Tieren.

Wir verkaufen unsere einjährigen weiblichen Bisons ausschließlich zur Zucht. Die Käufer werden mit Rat und Tat beim Aufbau einer Bisonherde von uns unterstützt. Wir geben den Käufern gerne unser Know-how weiter, - damit wir sichergehen können, dass es den Bisons gut geht, - und dass sie artgerecht gehalten werden.

Bisons erreichen ihre Geschlechtsreife ein halbes Jahr später als Hausrinder. Die Brunftzeit reicht von Juli bis August, die Kälber werden von April bis Mai geboren, denn in dieser Jahreszeit ist eine günstige Futtergrundlage gewährleistet. Die Dauer der Trächtigkeit beträgt etwa neun Monate, und das Kalb läuft neun Monate bei der Mutter mit. Sie säugt rund acht Monate lang. Nach diesem Zeitpunkt trennen wir unsere Kälber von den Mutterkühen, die schon wieder trächtig sind, damit sich das ungeborene Kalb gut entwickeln kann und die Mutter Energie für die Geburt sammelt.
Wir trennen in der Abkalb-Saison die Bullen von der Herde, da es gelegentlich vorkommt, dass aggressive Bullen die neugeborenen Kälber verletzen. Dies hängt mit dem Östrogenspiegel der Mutterkuh zusammen, der bei der Geburt ansteigt und dem Bullen eine Brunft signalisiert. Der Bulle verjagt bei dem Versuch, die Mutterkuh zu bespringen, alle seine Nebenbuhler, auch die Kälber. Mangelhafte Ernährung, insbesondere unmittelbar vor und nach dem Abkalben, ist als eine Hauptursache für Fruchtbarkeitsprobleme zu sehen.
Wir füttern unsere Bisons mit normalem Weidegras, durchsetzt mit Luzerne, Salzlecksteinen, Mineralfutter und Heu. Die Bisons befinden sich im Sommer überwiegend auf der Weide, die mit Holzpflöcken, Stacheldraht und einem Stromdraht eingezäunt sind. Die Wintermonate verbringen unsere Bisons in einem großzügigen Offenstall. Das hat bei unseren geringen Flächen in Bayern den Vorteil, dass das Grünland geschont wird und die Winterfütterung mit Grassilage und Heu leichter erfolgen kann. Im Dezember werden unsere Bisons entwurmt. Die Impfung gegen Weideparasiten wird in einem Bisonfangstand durchgeführt. Unsere Bisons sind im Vergleich zu normalen Rindern viel widerstandsfähiger und weniger krankheitsanfällig. Daher haben wir auch kaum Tierarztkosten.

Sollten Sie noch weitere Fragen zur Bisonzucht und -haltung haben, setzen Sie sich bitte telefonisch mit uns in Verbindung.

Telefon: +49 8165-8253 

Wir beraten Sie gerne, und wenn Sie Interesse am Kauf von Bisons haben, freuen wir uns, Sie einladen zu können, damit Sie sich ein genaues Bild von unserer Bisonranch machen.

Familie Wiesheu